Aktuelle Studie: Ökologisierung ist klare Chance für den Standort Oberösterreich

Sozial-ökologische Transformation aus der Sicht von Unternehmen und Betriebsräten

V.l.: Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, Prok.in Birgit Starmayr, Institutsleitung MARKET Marktforschung, und Präsident Andreas Stangl, Arbeiterkammer OÖ © Land OÖ/Tina Gerstmair
V.l.: Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, Prok.in Birgit Starmayr, Institutsleitung MARKET Marktforschung, und Präsident Andreas Stangl, Arbeiterkammer OÖ © Land OÖ/Tina Gerstmair

01.04.2025

Welchen Stellenwert nimmt die sozial-ökologische Transformation derzeit im innerbetrieblichen Diskurs und in der strategischen Geschäftsplanung von Unternehmen in Oberösterreich ein? Dieser Frage ging Business Upper Austria im Auftrag des Wirtschaftsressorts des Landes OÖ und der Arbeiterkammer OÖ gemeinsam mit dem Market-Institut nach.

Die 380 Befragten setzten sich aus 223 Unternehmen (Führungskräfte der oberen Managementebene und Nachhaltigkeitsbeauftragte) sowie 157 Betriebsrätinnen und Betriebsräte zusammen – vorwiegend aus oberösterreichischen Industriebetrieben bzw. Unternehmen, in denen Dekarbonisierung eine Rolle spielt. Die Erhebung erfolgte im Februar 2025 durch Online-Interviews.

„Aus der Umfrage geht hervor, dass sowohl Betriebsräte als auch Unternehmensvertreter im Zuge der sozial-ökologischen Transformation überwiegend positive Auswirkungen auch auf die Belegschaft wahrnehmen“, betonen Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner und der Präsident der Arbeiterkammer OÖ, Andreas Stangl. „Die Kommunikation zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist in diesem Zusammenhang wesentlich“, so Landesrat Achleitner und AK-Präsident Stangl.


Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick:

  • Sowohl Unternehmen als auch Betriebsräte erkennen die hohe Relevanz nachhaltigen Handelns und die Notwendigkeit zur Reduktion von Treibhausgasen an.
  • Unternehmen haben bereits zahlreiche CO2-reduzierende Maßnahmen umgesetzt. Betriebsräte wissen darüber weniger gut Bescheid, insbesondere im Bereich Produktion.
  • Zentraler Motivator ist in jedem Fall die Verpflichtung aufgrund der gesetzlichen Vorgaben, Berichtspflichten und regulatorischen Rahmenbedingungen. Betriebsräte sehen auch Wettbewerbsdruck sowie Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten als Treiber.
  • Als größte Herausforderung nennen beide die hohen Kosten. Unternehmen bemängeln zudem die Unsicherheit bei regulatorischen Vorgaben.
  • Führungskräfte fühlen sich überwiegend gut über Maßnahmen zur CO₂-Reduktion informiert. Viele Betriebsräte berichten über ein unzureichendes Informationsniveau.
  • Beide Gruppen berichten über überwiegend positive Auswirkungen auf die Belegschaft.
  • Drei Viertel der Unternehmen geben an, bereits Schulungen und Weiterbildungen zum Thema Klimaschutz anzubieten. Etwa die Hälfte der Betriebsräte bestätigt dies. Beide Gruppen wünschen sich zudem externe Unterstützung.

 

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